Kann man ein Implantat setzen, wenn Knochen fehlt?
Häufig ja, je nach Fall. Ein Knochenaufbau oder eine Sinusbodenanhebung kann das nötige Volumen wiederherstellen, manchmal vor dem Implantat, manchmal gleichzeitig.
Zahnimplantate
Nach dem Verlust eines Zahns bildet sich der Knochen, der ihn getragen hat, tendenziell zurück, vor allem wenn die Zahnentfernung lange zurückliegt. Bei der Planung eines Implantats kommt es daher vor, dass die Höhe oder Breite des Knochens nicht ausreicht, um es stabil zu halten.
Dafür gibt es mehrere Techniken. Beim Knochenaufbau wird Knochenersatzmaterial oder Knochen eingebracht, um das fehlende Volumen wiederherzustellen. Im Oberkiefer, im Bereich der Backenzähne, liegt die Kieferhöhle manchmal zu nah: Eine Sinusbodenanhebung, auch Sinuslift genannt, schafft dann den nötigen Platz.
Je nach Situation erfolgen diese Eingriffe gleichzeitig mit dem Setzen des Implantats oder einige Monate vorher, was die gesamte Behandlungsdauer verlängert. In manchen Fällen lässt sich ein Knochenaufbau durch kürzere Implantate oder eine andere Positionierung vermeiden.
Nur eine Untersuchung mit Röntgenaufnahme, oft in 3D, ermöglicht es, den verfügbaren Knochen genau zu messen. Der Zahnarzt erklärt Ihnen anschließend, was möglich ist und welche Schritte und Zeiträume in Ihrem Fall einzuplanen sind.
Dies ist eine allgemeine Antwort. Nur eine Untersuchung in der Praxis zeigt, was für Ihre Situation passt.
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